Musterwohnung in dieser Größenordnung bislang ohne Beispiel

Ein Interview mit dem Planer und Einrichter der Berliner „Ermündigungswohnung“, Sebastian Busch

Frage:
Herr Busch, Sie sind Planer, Einrichter sowie Gründer und Geschäftsführer der AAB Die Raumkultur GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin. Womit beschäftigt sich Ihr Unternehmen schwerpunktmäßig?

Sebastian Busch:
Unser Unternehmen ist bereits seit rund 16 Jahren am Markt. Unsere Schwerpunkte sind Innenarchitektur und Innenausbau. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit dem Thema Ladenbau. Bedingt durch unseren Standort in Berlin finden sich unsere Projekte hauptsächlich im Bereich Berlin und Brandenburg. Gelegentlich sind wir aber auch bundesweit tätig.

 

Frage:
Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema barrierefreies und behindertengerechtes Wohnen?

Sebastian Busch:
Seit zwei, drei Jahren sind wir auch in diesem Segment aktiv. Ins Rollen gekommen ist das insbesondere durch unsere Zusammenarbeit mit dem auf orthopädische und technische Hilfsmittel spezialisierte Unternehmen OTB. Für diesen Kunden haben wir zunächst die Einzelhandelsgeschäfte geplant und eingerichtet. Dann hatte der Geschäftsführer, Tiago Da Silva, die Idee, eine Musterwohnung mit Produkten und Lösungen für behindertengerechtes und barrierefreies Wohnen einzurichten. Bei diesem Projekt waren wir von Anfang an mit im Boot.

 

Frage:
Wie lange hat es gedauert, dieses doch recht aufwendige Projekt zu realisieren?

Sebastian Busch:
Das ging relativ schnell. Am Anfang stand ein Workshop mit OTB. Von der Planung bis zur Realisierung sind dann gerade mal sechs Monate ins Land gegangen. Umgesetzt haben wir das Ganze schließlich in der Rekordzeit von zweieinhalb Monaten. Das war dann schon recht anspruchsvoll, denn wir mussten über 40 Unternehmen koordinieren. Die meisten beteiligten Partner haben sich sehr gut eingebracht.

Besonders engagiert war und ist Busch-Jaeger bei diesem Projekt. Da stimmt alles: von der Produktqualität und der Funktion bis zum Service. Und gerade guter Service ist hier extrem wichtig.

 

Frage:
Obwohl das Thema Ambient Assisted Living schon recht lange aktuell ist, hat diese „Ermündigungswohnung“ des Gesundheitsdienstleisters OTB ein Alleinstellungsmerkmal. Woran liegt das?

Sebastian Busch:
Ich kenne kein zweites Projekt in dieser Größenordnung, das in einer ganz normalen Wohnsituation so viele unterschiedliche Produkte und Lösungen „unter einem Dach“ zeigt. Man kann alles ausprobieren und die Dinge auswählen, die für die individuelle persönliche Situation am besten geeignet sind. Und, was für viele Menschen besonders wichtig ist: Man sieht, dass eine barrierefrei und behindertengerecht ausgestattete Wohnung nicht aussehen muss wie eine Pflegestation.

 

Frage:
Für wen ist es sinnvoll, sich diese Wohnung anzusehen?

Sebastian Busch:
Natürlich für alle diejenigen, die aktuell in der Situation sind, eine Wohnung oder ein Haus behindertengerecht bzw. barriererfrei ausstatten zu müssen. Aber auch für jeden Bauherrn, der sich frühzeitig auf mögliche spätere Veränderungen der Lebenssituation einstellen und entsprechend investieren möchte.

 

Pressemitteilung von Busch-Jaeger vom 16.06.2015.
Die Busch-Jaeger Elektro GmbH, innovativer Marktführer im Bereich Elektroinstallationstechnik, zählt zu den starken Marken in
Deutschland. Das zur ABB-Gruppe gehörende Unternehmen beschäftigt in Lüdenscheid und Aue (Bad Berleburg) rund 1.000 Mitarbeiter.
Die Angebotspalette des Unternehmens umfasst zurzeit rund 6.000 Artikel, vom kompletten Elektroinstallationsprogramm mit Schaltern,
Steckdosen, Sondersteckvorrichtungen, Dimmern und Bewegungsmeldern über Türkommunikations-Systeme bis hin zu elektronischen
High-End-Produkten für das Gebäudemanagement.